Filzen:
Es gibt verschieden Arten des Filzens, u.a. Nassfilzen, Nadelfilzen und Strickfilzen. Hierzu benötigt man weiche, feine Naturwolle.
Nassfilzen:
Im Prinzip darf man beim Nassfilzen (Walken) genau das mit der Wolle machen, was sie sonst nicht verträgt, denn dadurch verfilzt sie. Die Wolle wird gut mit warmem Wasser nass gemacht und gegeneinander verrieben. Durch das Wasser stellen sich die Schüppchen der Wolle auf und verhaken sich. Beim Walken (gegeneinander reiben) schrumpft das Werkstück auch, da es abkühlt. Man kann Seife oder Waschpulver zum Filzen verwenden, muss es aber nicht.
Strickfilzen:
Man strickt das gewünschte Stück mit großen Nadeln und wäscht es dann warm in der Waschmaschine. Dadurch verfilzt die nicht waschmaschinengeeignete Wolle. Man muss das Teil anschließend in Form ziehen.
Trockenfilzen:
Hierbei wird die trockene Wolle mit Hilfe spezieller Nadeln bearbeitet und gefilzt.
Filzobjekte:
Und was kann man nun alles Filzen? Ein Klassiker sind Taschen, Schals, Kissen oder Schmuck- und Dekoobjekte. Eine Tasche ist für Anfänger recht einfach herzustellen, da man nur rechteckige Teile braucht.
Die passende Wolle:
Damit etwas verfilzt, braucht man in erster Linie die richtige Wolle. Wolle speziell zum Filzen muss Naturwolle sein (Schaf, Alpaka, Kamel etc.) . Merinowolle eignet sich besonders gut. Die FilzWolle darf aber nicht bearbeitet sein, z.B. als “Superwash”, um sie waschmaschinenfest zu machen. Auch braucht die Wolle die richtige Faserung (wegen der Schuppen, die sich beim Filzen verhaken müssen). Wolle, die leicht verfilzt, eignet sich zum Trocken- und zum Nassfilzen. Diese Wolle gibt es im Vlies zu kaufen. Sie ist natürlich in vielen schönen bunten Farben erhältlich.
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