Obwohl von einem Großteil des zuhörenden Publikums ignoriert und höchstens dreiviertel falsch nach Gehör mitgesungen, stellen die Lyrics eines Songs doch tatsächlich in vielen Fällen den größten Teil der Arbeit dar. Mit den Worten drücken die Texter und Sänger ihre Gefühle aus, erzählen kleine Geschichten, vermitteln Botschaften und machen auf politische Missstände aufmerksam. Das ist nur einer von vielen Gründen, sich mit Lyrics auseinander zu setzen.
Die Feder ist mächtiger als das Schwert
Diese alte Weisheit verdeutlicht eine wichtige Komponente auch moderner Kultur – mit den passenden Worten zur richtigen Zeit lässt sich die Welt aus den Angeln heben. Aber wenn das Publikum nicht auf die Texte des Liedguts achtet, sondern sich alleine von den Rhythmen treiben lässt, geht die Botschaft eines Songs schnell verloren. Deswegen – und auch, weil es unendlich peinlich ist, einen anstößigen oder völlig falsch verstandenen Song zu gröhlen – sollte man sich schon Zeit nehmen, um auf die Lyrics eines Songs zu achten.
Sprachbarrieren überwinden
Ein Großteil der aktuell bevorzugten Songs ist auf Englisch abgefasst. Das macht es im ersten Augenblick vielleicht sogar schwieriger, sich mit dem Inhalt des Gesungenen auseinander zu setzen. Andererseits bietet sich hier auch eine großartige Möglichkeit, das im Unterricht gelernte im Alltag praktisch anzuwenden und den eigenen Kenntnisstand zu überprüfen. Richtig verstandene und mitgesungene Songs verbessern nicht nur Aussprache und Vokabular, sondern können auf einer Fete auch mächtig die Stimmung heben. Und der geteilte Musikgeschmack ist ein gutes Mittel zur grenzübergreifenden Verständigung. Schließlich fahren zu großen Konzerten häufig Leute aus aller Herren Länder, die nichts verbindend als die Liebe zu einer Band, einem Song.
Halb verstanden, ganz gewonnen
In vielen Fällen ergänzen sich Musik und Lyrics auf faszinierende Weise. Vielleicht produziert beides die gleiche Stimmung, vielleicht ist die Wirkung der Musik aber auch genau entgegengesetzt. Deswegen lohnt es sich – egal, ob in der Muttersprache oder nicht – ab und zu mal hinzuhören. Und wer mit dem eigenen Gehör nicht weiterkommt, wird im Internet schnell fündig, wenn er den Titel, die Band und/oder eine Textzeile in Erinnerung behalten hat.
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